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Pädagogik

«Das zentrale Problem liegt nicht am Ziel der inklusiven Schule, sondern in der inkonsequenten Umsetzung.»

Beat Schwendimann, Leiter Pädagogik LCH, «Tages-Anzeiger», 27.3.24

Direktorin der Schule für Heilpädagogik.
Heilpädagogik ist vielseitiger denn je. Barbara Fäh, Rektorin der Interkantonalen Schule für Heilpädagogik (HfH) erzählt, was das für Aus- und Weiterbildung der Fachpersonen bedeutet – und warum es den Austausch in interdisziplinären Teams braucht.
Blick durchs Schlüsselloch: Anna Bühler unterhält sich mit Peter Liechti.
| Methodische Vielfalt
Die freie Wahl der Unterrichtsmethode ist Peter Liechti aus Wohlen im Kanton Bern ein Anliegen. Das gibt er auch angehenden Lehrerinnen und Lehrern als Praxislehrer weiter. Die Allerweltsmethode, die überall funktioniert, gibt es nicht.
Graziella Contratto mit einem Dirigierstock in Händen.
Orchester sowie Schulklassen befinden sich in einem Spannungsfeld aus Autorität, Individualismus und knapper Zeit. Dirigentin und Hochschuldozentin Graziella Contratto kennt beide Welten.
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Jugendliche sitzten im Bundeshaus, wo normalerweise gewählte Volksvertreter und Volksvertreterinnen sitzen.
| Politische Bildung
Im Simulationsspiel «SpielPolitik!» macht eine Schulklasse aus dem Kanton Schwyz selbst Politik. Sie erarbeitete eine eigene Initiative, gründete eine Partei und fuhr nach Bern, wo sie Politikluft schnuppern durfte.
Ein Jugendlicher im Hoody legt seinen Kopf auf das Schulpult.
| Berufsbildung
Jugendliche in der Berufslehre stehen mit einem Bein in der Kindheit, mit dem anderen in der Erwachsenenwelt. Dieser Spagat erhöht das Risiko für psychische Probleme. Was Ausbildungsbetriebe tun können.
Porträt von Medienmanager Markus Spillmann.
| Medienkompetenz
Jugendliche wissen, wie man Digitale Medien handhabt, hinterfragen die Inhalte aber zu wenig. Medienmanager Markus Spillmann hat darum einen Workshop zur Medienbildung für Schulklassen entwickelt.
Sarah Bütikofer lächelt.
Sarah Bütikofer untersuchte im Auftrag des Kantons Aargau das Unterrichtsklima an Mittelschulen. Anlass gab eine Maturarbeit, welche die Lehrerschaft als links verortete. Bütikofer schürfte tiefer. Im Interview betont sie, wie wichtig Fairness ist.
Damaris Diethelm ist mit einem Schüler ins Gespräch vertieft.
| Übergang ins Berufsleben
Nach dem letzten Schultag lassen die meisten Abgängerinnen und Abgänger ihre Schule für immer hinter sich. Nicht so am tipiti ­Lernhaus Wil im Kanton St. Gallen: Die Lehrpersonen ­begleiten manche von i­hnen bis zum Abschluss ihrer Lehre.
Porträt von Manu Kapur, Professor für Lernwissenschaften an der ETH Zürich.
| Lernwissenschaft
Wer beim Lernen an einer Aufgabe vorerst scheitert, lernt nachhaltiger. Was dahinter steckt, erklärt Manu Kapur im Interview. Der Professor für Lernwissenschaften an der ETH Zürich erforscht einen Mechanismus, der in Fachkreisen als «Produktives Scheitern» bekannt ist.
Zwei Personen diskutieren im Halbdunkeln.
Der Krisenkompass für Schulen unterstützt Lehrpersonen und Schulleitungen bei der Prävention und Bewältigung von schwierigen Situationen – etwa bei Mobbing, Sucht oder Bedrohungen. Nun ist er in einer neuen, überarbeiteten Auflage online verfügbar.
Porträtfoto von Margrit Stamm, Professorin für Erziehungswissenschaft und Gründerin des Universitären Zentrums für frühkindliche Bildung Freiburg.
Schulen fokussieren zu stark auf messbares Wissen und Noten, findet die Erziehungswissenschaftlerin Margrit Stamm. Im Gespräch sagt sie, welche Fähigkeiten stattdessen hilfreich wären und warum der Unterricht nicht komplett digitalisiert sein sollte.
Porträtfoto von Fabian Camenisch.
Fabian Camenisch ist der Generalsekretär der Union der  Schülerorganisationen. Er will Schülerinnen und Schülern zu einer stärkeren Stimme im Bildungswesen verhelfen.
Amadeus Thiemann, Fachmann für Energiebildung.
| Klimawandel erklären
Wie begeistert man Jugendliche für nachhaltige Energie und Klimaschutz? Fachmann für Energiebildung Amadeus Thiemann erzählt, wie er Kinder und Jugendliche abholt – und Beeinflussung vermeidet.
Ein Mädchen sitzt, wo sonst Parlamentsmitglieder hocken.
BILDUNG SCHWEIZ hat die stärksten sechs Parteien gefragt, wie sie die politische Bildung an Schweizer Schulen einschätzen und wie sie aus ihrer Sicht sein sollte. Ihre Antworten enthalten Lob und Tadel.
Blick auf das Bundeshaus in Bern. Foto: Parlamentsdienste 3003 Bern/Béatrice Devènes
| Klimaaktivismus am Gymnasium
Wenn Aktivistinnen und Aktivisten ein Schulhaus kapern, wird’s für die Verantwortlichen heikel. Was daraus entsteht, muss aber nicht in jedem Fall eine ernste Krise sein. Besetzungen seien jedoch keine Anlässe für politische Bildung, betont ein Rektor.
Interview-Porträt von Elisabeth Moser Opitz.
| Schule zwischen Inklusion und Kleinklassen
Den Wunsch nach Kleinklassen kann Elisabeth Moser Opitz nachvollziehen. In gewissen Fällen sei eine Separation vertretbar. Insgesamt sieht die Professorin für Sonderpädagogik aber keine Alternative zur schulischen Integration.
Illustration einer Frau, die ihre Hände schützend auf dem Bauch hält.
Die Monatsblutung und die damit verbundenen Schmerzen sind ein schambehaftetes Thema. Es ist wichtig, mit Jugendlichen darüber zu sprechen – nicht nur zur Aufklärung. Wer über Probleme spricht, erhält eher Hilfe.
Kinder am Gärtnern.
Im Auftrag des Nationalrats prüfte der Bundesrat, ob es einen Aktionsplan für Bildung für Nachhaltige Entwicklung braucht. Er findet Nein.
Nadine Masshardt steht beim Bundeshaus vor einem Brunnen.
| Nationalrätin über politische Bildung
Politische Bildung müsste schon im Kindesalter beginnen und sich durch die ganze Lernbiografie ziehen, findet SP-Nationalrätin Nadine Masshardt. Sie plädiert für eine offene politische Diskussionskultur an Schulen.
Kinder sitzen am Boden. Eines hat den Hörstift "soundolino" in der Hand.
Die Schule Flawil arbeitet mit Hörstiften, um das interaktive Lernen spielerisch zu fördern. Auf einer Plattform finden die Lehrpersonen neue Inhalten für die Hörstifte – und kreieren individuell angepasste Lernsettings.
Schulkinder heben im Unterricht ihre Hand.
Lehrpersonen beeinflussen mit ihrem Feedbackverhalten, wie die Schülerinnen und Schüler miteinander umgehen. Zwei Studien untersuchten die Situation in der Schweiz.
Ein Schulkind schreibt konzentriert in sein Heft.
Wenn sich ein introvertiertes Kind im Unterricht kaum zu Wort meldet oder bei Gruppenarbeiten stumm dasitzt, fühlen sich Eltern und Lehrpersonen oft machtlos. Introvertiertheit kann jedoch auch eine Stärke sein.
Franz Eberle im Gespräch
Beim neuen Rahmenlehrplan für Gymnasien wiederholt sich die Kritik am Lehrplan 21. Zu reden gibt erneut die Ausrichtung auf Kompetenzen. Franz Eberle, der das Projekt als Experte begleitet, verteidigt das Konzept. 
Sad boy standing alone in the hallway
| Selektiver Mutismus
Kinder mit selektivem Mutismus können problemlos reden und kommunizieren – ausser in bestimmten Situationen wie der Schule oder im Kindergarten. Dort kommt kein Wort über ihre Lippen. Um ihre Sprache wiederzufinden, brauchen sie professionelle Hilfe.
Marcel Eichenberger sitzt am Fenster.
| Deeskalation im Schulalltag
Gewalt sei ein Zeichen der Überforderung, sagt Klassenlehrer und Kampfkünstler Marcel Eichenberger. Er kennt heikle Situationen – auch an der Schule. Im Interview erzählt er von seinen Erfahrungen und erklärt, warum mehr Regeln nicht immer die Lösung sind.
Ein Kind sitzt in einer Ecke und verbirgt das Gesicht in seinen Händen.
| Kampagne «Not a joke»
Eine Kampagne soll Kinder für Online- und Offline-Mobbing sensibilisieren. Sie richtet sich an alle, also auch an Augenzeugen und Mobbende, die ihren Fehler einsehen. Die Plattform 147.ch berät Betroffene anonym.
Ein Berner Schulzeugnis mit vielen guten Noten.
Der Kanton Schwyz führt ab Sommer ein neues Beurteilungssystem ein und nähert sich damit anderen Kantonen an. In einem Punkt geht es sogar weiter: Lehrerinnen und Lehrer haben im Ernstfall das letzte Wort.
| Schulprojekt mit Spielwürfeln
Das Projekt Icon Poet School vermittelt Jugendlichen Freude am Schreiben. Es begleitet sie von der Idee bis zur Präsentation eines eigenen Werks. Slampoetinnen und Schriftsteller reissen die Schülerinnen und Schüler mit.
Symbolbild: Leere Stühle und Tische in einem Schulzimmer.
| Mobbing durch die Schulleitung
An einer Schule kam es innert vier Jahren zu vielen Kündigungen. Mehrere Lehrpersonen berichten von Mail-Terror, Einschüchterungen und Blossstellen. Der Rektor weist die Mobbing-Vorwürfe zurück.
Eine Hand führt einen Stift über ein Aufgabenblatt.
Hausaufgaben gehören zum Leben vieler Schülerinnen und Schüler. Ihr Sinn und Zweck von sind allerdings umstritten. Ein neues Faktenblatt LCH fasst wissenschaftliche Erkenntnisse zusammen.
Ilustration eines jungen Mannes, der ein Mädchen an der Hand führt.
| Durch Manipulation in die Prostitution
Mit der sogenannten Loverboy-Masche werden Jugendliche manipuliert und ausgebeutet. Die Täter gaukeln ihren Opfern die grosse Liebe vor, um sie in die Prostitution zu zwingen. Für Betroffene ist der Ausstieg schwierig.
Kinder bauen draussen an Mauern und einem Weiher.
| Umwelt | Pädagogik
Die Stiftung Pusch sieht in Schweizer Schularealen viel Potenzial zur Förderung der Biodiversität. Nach Abschluss des Programms «Biodiv im Naturraum Schule» plant die Stiftung nun neue Angebote.
Person Marking Error With Red Marker
Positive Fehlerkultur ist angesagt. Ist es heute also weniger schlimm, Fehler zu machen als früher? Falsch liegt nach wie vor niemand gerne, sagen Fachleute und Lehrpersonen.
Man leading discussion group of adults and teens
Das Mitwirken der Eltern an Schulen ist nicht in allen Kantonen selbstverständlich. Im Kanton Bern hat sie eine 30-jährige Tradition. Jan Holler erklärt, wie sie funktioniert und erzählt, warum er sich im Elternrat engagiert.
Medienberichte vermitteln das Bild, dass die Sprache der Jugend verludert. Pascal Frey, Präsident des Vereins Schweizerischer Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer, sieht das anders.
In vielen Familien ist es üblich, ein Sackgeld zu geben. Fachleute empfehlen stattdessen einen Jugendlohn. Mit diesem können Jugendliche sich eigene Wünsche erfüllen, müssen damit aber auch zwingende Ausgaben bezahlen.
| CARTOON
Ilias Schori erzählt von seiner Vergangenheit.
| Gefangene helfen Jugendlichen
Ilias Schori geriet schon früh auf die schiefe Bahn, wurde kriminell und landete im Gefängnis. Heute arbeitet er für ein Programm, das auf Aufklärung statt auf Abschreckung setzt. Schori spricht dabei mit Jugendlichen über Gewalt, Kriminalität und die Folgen.
Lie Detectors
| ECHT ODER NICHT?
Sind diese Pinguine im Zoo echt oder nicht? Ein Journalist hilft den Schülerinnen und Schüler einer Berner Oberstufe, echte von falschen Bildern zu unterscheiden und Fake News zu erkennen.
Andreas Brunner inspiziert regelmässig Schulen. Der Leiter der Zürcher Fachstelle für Schulbeurteilung erklärt im Interview, worauf er Wert legt und was sich seit der Einführung von Schulleitungen verändert hat.