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Schule im Wandel

«Man sollte die Harmonisierung nicht anstreben, damit Jugendliche untereinander ‹vergleichbar› sind, sondern, damit man sie besser einschätzen kann.»

Dagmar Rösler, Präsidentin LCH, «20 Minuten», 14.2.24

Die Silhouette eines Kindes, das sitzt und ein Buch liest. Im Hintergrund steht die Sonne tief am Horizont.
| Bildung in Vergangenheit und Zukunft
Die Schule spiegelt gesellschaftliche Veränderungen wider. In einer Serie ging BILDUNG SCHWEIZ 35-mal den Fragen nach, die sich damit stellen. Wohin der Weg führt, lässt sich aber letztlich bloss erahnen.
Ein Kind lacht in die Kamera. Foto: Unsplash/kazuend
Wie wichtig Zahnhygiene ist, weiss heute jedes Kind. Das war nicht immer so: Bis zu den 1920er-Jahren etwa verzichteten einige darauf, Milchzähne zu putzen. Eine Gemeinde wollte das ändern.
Cartoon von zwei Figuren, die vor einem riesigen Laptop stehen. Dieser zeigt das Bild einer Bibliothek.
Unterricht, aber individuell und perfekt auf die Bedürfnisse jeder Schülerin und jedes Schülers zugeschnitten? Künstliche Intelligenz könnte das in einigen Jahren ermöglichen.
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Ein Cartoon, auf dem eine Lehrerin einen Schüler für seine guten Aufsätze lobt. Der Schüler hat einen Laptop neben sich, auf dem ChatGPT geöffnet ist.
| Cartoon
Eine Hand setzt Spielfiguren auf ein virtuelles Netz.
Die Verteilung der Kinder auf Klassen und Schulen ist jedes Jahr herausfordernd. Es gilt, die Klassen möglichst ausgewogen zusammenzustellen. Nun schafft in Uster ein neues Tool Abhilfe bei der Zuteilung.
Auf dem Gemälde «Turnstunde in Ins» stehen Kinder in einer Reihe oder sie marschieren auf einem Schulhausplatz. Eine männliche Lehrperson leitet sie an.
Vor 150 Jahren wurde der unentgeltliche obligatorische Unterricht schweizweit eingeführt. Eine schwammige Formulierung hingegen hat Auswirkungen bis heute.
Simina Stana, Primarlehrerin im aargauischen Neuenhof, blickt selbstbewusst in die Kamera. Im Hintergrund sind eine Wandtafel, ein Bücherregal und ein Pult zu sehen.
| Unterrichten mit Migrationshintergrund
Immer noch sind Lehrpersonen mit Migrationshintergrund relativ selten. Simina Stana und Özcan Azak sind zwei von ihnen. Sie unterrichten in einem Dorf mit vielen Kindern, die eine ähnliche Lebensgeschichte haben wie sie.
Ein Mädchen steht vor einem Fragezeichen und zuckt mit den Schultern.
Kann eine Schülerin oder ein Schüler eine Frage der Lehrperson nicht beantworten, kann das verschiedene Gründe haben. Man sollte aber keinesfalls einfach auf Dummheit schliessen, war ein Lehrer 1924 überzeugt.
Der allgemeinbildende Unterricht für Berufslernende, kurz ABU, wird reformiert. Er soll Lernende besser auf den Alltag vorbereiten. Neu hinzu kommen zwölf Schlüsselkompetenzen für lebenslanges Lernen.
Eine Frau mit Küchenschürze blickt ratlos auf die verschiedenen Gemüse, die vor ihr auf der Küchenzeile liegen. Foto: iStock/Tatsiana Volkava
In den 1920er-Jahren wollte der Kanton Zürich den Hauswirtschaftsunterricht im Stundenplan verankern. Um Zeit für die Lektionen zu schaffen, schlug eine Lehrerin vor, unter anderem Physiklektionen zu reduzieren.
Sie wollen als vollwertige Lehrkräfte unterrichten, aber ihnen fehlt die Ausbildung. Weshalb ein Studium schwierig ist und manchmal einfach nicht drinliegt, erläutern drei Betroffene. Noch fehlt es an genügend flexiblen Ausbildungsgängen, klagen sie.
Das Alphabet in Form von Druckstempeln liegt verstreut auf einem Tisch. Foto: Unsplash/Amador Loureiro
| Vor 100 Jahren
Die Verhunzung der Sprache trieb 1923 einen Kommentator in der «Schweizerischen Lehrerzeitung» auf die Palme. Er war überzeugt, dass es für jedes Fremdwort auch eine deutsche Alternative gibt. Einige seiner Vorschläge klingen für heutige Ohren eigenartig.
Ein Mädchen zeigt einem jüngeren Kind, wie man mit der Laubsäge arbeitet.
Knapp jedes 20. Kind in der Schweiz besucht eine Privatschule. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Wäre er weniger kostspielig, würden wohl mehr Eltern diesen Schritt erwägen. Eine Spurensuche zur Rolle der Privatschulen in der Schweiz.
Die Teilnehmenden des Zukunftsrats sitzen in einem grossen Kreis und diskutieren. Es ist eines von mehreren Treffen, das Anfang November 2023 in Locarno stattfand. Foto: Dimitri Brooks
Jugendliche und Erwachsene haben die psychische Gesundheit zum brennendsten Thema der Gegenwart erkoren. Dazu präsentiert der Zukufntsrat U24 18 Empfehlungen für Politik und Gesellschaft.
Eine Frau sitzt am Schreibtisch, vor ihr zwei Bildschirme. Sie tippt etwas auf der Tastatur. Foto: istock/alvarez
Vor rund vierzig Jahren entstanden an den Volksschulen die ersten professionellen Schulleitungen. Ein Pionier und der oberste Schulleiter der Schweiz berichten von ihren Erfahrungen.
Eine Spielzeugsäge und ein Spielzeughammer liegen im Garten.
| Bildung vor 100 Jahren
Vor 100 Jahren arbeiteten viele Kinder neben zur Schule – zum Missfallen der Lehrpersonen. Obschon eine Studie zeigte, dass einige Kinder mit Unterricht und Arbeit teils bis zu 75 Stunden pro Woche arbeiteten, wollten die Behörden nichts unternehmen.
Porträt von Christian Hugi
Die Stadt Zürich ist Pionierin bei der Einführung von Tagesschulen. Am 25. September 2022 beschloss das Stadtzürcher Stimmvolk mit über 80 Prozent Zustimmung, dass diese flächendeckend angeboten werden sollen. Im August begann die Umsetzung des Projekts, das die Stadt jährlich 126 Millionen Franken kosten wird. www.LCH.ch hat bei Christian Hugi, Präsident des Zürcher Lehrerinnen- und Lehrerverbands, nachgefragt.
Kinder beladen Teller mit Essen. Dabei stehen zwei Frauen.
Am Morgen unterrichten, nach der Schule betreuen: An der Ganztagesschule Wabern haben die Lehrpersonen verschiedene Rollen inne. Das ist anspruchsvoll, stärkt aber auch die Beziehung zu den Schülerinnen und Schülern.
Ein alter Mann stützt sich auf seinem Gehstock.
Vor 100 Jahren war es für Lehrpersonen nicht selbstverständlich, eine Rente zu erhalten. Das hing vom Kanton ab, in dem sie unterrichteten. Dies zeigt ein Artikel von damals aus der Schweizerischen Lehrerzeitung.
Kinderrucksäcke hängen an einer bunten Garderobe.
| Tagesschulen und Mittagstische
«Welche Schule braucht die Schweiz?», fragte eine Studie. Eine der Antworten war diese: Eine grosse Mehrheit will eine Tagesschule oder Schulen mit Mittagstischen. An der Umsetzung jedoch scheiden sich die Geister.
Gemaltes Bild eines Arztes, der einem Mädchen eine Spritze gibt. Im Hintergrund sitzen Erwachsene und Kinder, die zum Teil Verbände und Gipse tragen.
Zum Thema Impfung gibt es zwei Schulwandbilder. Sie ist bereits seit Jahrzehnten Schulstoff und wird gar seit Jahrhunderten praktiziert. Eine Spritze war dabei aber nicht immer im Spiel.
Gestapelte alte Bücher auf einem Tisch.
| Unterrichtsplanung über die Jahrhunderte
Ein Lehrplan auf 15 Seiten? Schwer vorstellbar, berücksichtigt man die rund 500 Seiten des aktuellen Lehrplans 21. Doch haben sich die Erwartungen an den Unterricht im Lauf der Zeit stark verändert, wie Lucien Criblez von der Universität Zürich erklärt.
Abbildungen mehrerer Figuren verschiedener Märchen wie Hänsel und Gretel oder Rotkäppchen.
Auf den alten Schulwandbildern sind einige Märchen vertreten. Heute oft als Kindergeschichten wahrgenommen, waren die Geschichten ursprünglich vor allem unterhaltsame Fiktion für alle Altersstufen – auch ohne Happy End.
Der Grüne Knollenblätterpilz in verschiedenen Wachstumsstadien und Farben.
| Unterrichtsmaterial
Der Grüne Knollenblätterpilz ist tödlich giftig. Für den Unterricht wurde ihm in den 1970er-Jahren sogar ein Schulwandbild gewidmet.
Eine Frau und zwei Kinder an einem Tisch, auf dem sich Flaschen, Konservendosen, Batterien und Zeitungen befinden.
Der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz LCH räumt sein Archiv auf. Dabei sind einige Schulwandbilder zum Vorschein gekommen. Im Rahmen der Serie «Schule im Wandel» schaut sich BILDUNG SCHWEIZ einige Exemplare genauer an.
Ein Kind sitzt auf der Kletterstange und weigert sich runterzuklettern. Es verweist auf neue Sicherheitsvorschriften der EU.
| Cartoon
Ein Schüler in Regenjacke trägt einen Blumentopf mit einem zu pflanzenden Strauch in den Händen. Foto: Roger Wehrli
Mit den gestiegenen Erwartungen an die Schule haben sich auch die Ansprüche an die Pausenplätze geändert. Wie aus öden Plätzen grüne Oasen und sogar erweiterte Klassenzimmer werden, zeigen zwei Beispiele.
Jemand lernt schreiben.
| Bildung vor 100 Jahren
BILDUNG SCHWEIZ schaut in einer Artikelserie 100 Jahre zurück. Die Vorgängerin dieses Magazins, die «Schweizerische Lehrerzeitung», fragte im August 1923, ob ausser der Schreibschrift auch die Druckschrift im Unterricht gelehrt werden sollte.
Back to school. A schoolgirl teenager sits on a bench next to a schoolbag in front of the school, smiling and looking at the camera.
Welche Schule braucht die Schweiz?, fragt eine Studie der Stiftung Mercator Schweiz. Die Antworten zeigen, dass das Wohl der Kinder und Jugendlichen einen hohen Stellenwert einnimmt.
Philippe Wampfler steht vor der Wandtafel
| Zwischen Pädagogik und Digitalisierung
Wo andere zurückscheuen, schöpft Philippe Wampfler aus dem Vollen: Online äussert sich der Gymnasiallehrer zur Digitalisierung und zu vielem mehr. Was er postet, provoziert. Aber das ist nicht sein primäres Ziel.
Altes Foto von Kindern, die im Gras nach etwas suchen.
| Bildung vor 100 Jahren
In einer Artikelserie schaut BILDUNG SCHWEIZ 100 Jahre zurück. Im Juni 1923 reagierte die Vorgängerin dieses Magazins, die «Schweizerische Lehrerzeitung», in einem Beitrag auf die Vorwürfe, dass die Schule zu viel Wissen vermittle und zu wenig erziehe.
Ein Smartphone, das die App Instagram zeigt. Foto: Unsplash/Souvik Banerjee
Lehrpersonen, die einen Social-Media-Auftritt starten möchten, müssen auch rechtliche Aspekte berücksichtigen. Es empfiehlt sich zudem, Vorgesetzte vorgängig zu informieren.
Primarlehrerin Isabelle, erfolgreiche Teacher-Influencerin. Foto: zVg
Primarlehrerin Isabelle aus dem Kanton Bern führt einen der bekanntesten Instagram-Accounts im Schweizer Bildungsbereich. Über 44'000 Followerinnen und Follower lassen sich mittlerweile von «f.r.a.u.l.e.h.r.e.r.i.n» zu neuen Unterrichtsideen inspirieren.
Eine Toilettentür, auf der das klassische Symbol für Frauen abgebildet ist, neben einer Toilettentür, auf der schlicht WC steht.
| Geschlechtsneutrale Toilette
In Skandinavien gehören geschlechtsneutrale WCs an Schulen zum Standard. Gilt das bald auch in der Schweiz? Ein Zürcher Schulhaus macht vor, wie mit pragmatischen Lösungen ideologische Debatten vermieden werden können. Die neue Toilette gehört bereits zum Alltag.
Cartoon eine Lehrers der seine Klasse in einer Kirche unterrichtet. Es sei kein anderer Raum verfügbar gewesen, darum halte er nun wieder Frontalunterricht.
| CARTOON
Ein Lehrer unterrichtet seine Klasse in einem umgebauten Büro.
| Schulraum im Gewerbepark
Weil es im luzernischen Kriens an Schulraum fehlt, mussten zwei Schulklassen in ein Gewerbegebäude ziehen. Kriens ist kein Einzelfall. Vielerorts mangelt es an passendem Raum für den Unterricht.
Eine kleine schwarze Tafel, auf der mit Kreide geschrieben werden kann.
In einer Artikelserie schaut BILDUNG SCHWEIZ 100 Jahre zurück. Im Mai 1923 wurden in der Vorgängerin des Magazins, der «Schweizerischen Lehrerzeitung», unter anderem Heilpädagogik und der zu tiefe Lehrerlohn thematisiert.
Informatikprofessor Juraj Hromkovič sitz am Tisch.
Computer können vieles. Denken gehört nicht dazu. Umso wichtiger ist es, dass der Unterricht jene Kompetenzen fördert, in welchen der Mensch der Technik überlegen ist. Wie das gelingt, erzählt der Informatiker und ETH-Professor Juraj Hromkovič im Interview.
Der SLZ-Jahresband 1923.
| Bildung vor 100 Jahren
«Schweizerische Lehrerzeitung» hiess die Vorgängerin von BILDUNG SCHWEIZ. Schon in den 1920er-Jahren dokumentierte sie die hiesige Bildungslandschaft. Eine Folge von Artikeln zeigt, was Lehrer – es waren vor allem Männer – damals umtrieb. 
Eine Schülerin verkauft für Swissaid kleine Holzfiguren. Foto: Swissaid
In der Schweiz hat Engagement von Schulklassen für Nichtregierungsorganisationen eine lange Tradition. Es fragt sich jedoch, wie weit Hilfe gehen kann und wo Instrumentalisierung beginnt.
surprised students with virtual reality headset in classroom
| Schule im Wandel
Die Schule von gestern ist nicht die von heute. Und wie sieht sie morgen aus? Diese Frage kann niemand genau beantworten. BILDUNG SCHWEIZ richtet den Blick auf Veränderungen und startet die neue Serie «Schule im Wandel».