Die Barriere ist eine starke Metapher. Sie hält auf, erschwert das Leben und zwingt auf Umwege. In der nun zu Ende gehenden Jahresserie hat BILDUNG SCHWEIZ mit über 30 Artikeln geschaut, wie Barrieren aller Art das Schul- und Bildungswesen prägen. Das erforderte viel Hinschauen und Zuhören. Denn Geschichten mit Barrieren erzählen oft von menschlichen Erlebnissen und Schicksalen.
Barrieren und menschliche Schicksale
Einer, der seine Stimme für mehr Barrierefreiheit erhebt, ist SP-Nationalrat Islam Alijaj. Eine Muskelerkrankung erschwert ihm die Bewegung und das Sprechen. Im Alltag begegnet er vielen Hindernissen. Diese seien jedoch nicht immer nur physisch. «Oft beginnen diese in den Köpfen von Mitmenschen», betont er im Interview. Schon als Kind sei er deswegen oft unterschätzt worden.
Eine Geschichte, die viele Leserinnen und Leser berührt hat, ist jene von Lars Ziörjen. Der Lehrer und Schulleiter geriet im Arbeitsalltag an seine Grenzen. Er engagierte sich gern und viel – bis es nicht mehr ging. «Ich funktionierte wie eine Maschine», sagt er rückblickend. Nach dem Burn-out musste er sich wieder aufrappeln und lernen, Pausen einzulegen. «Einmal täglich richtig atmen», fasst er seinen neu gefundenen Rhythmus zusammen. Lehrpersonen brauchen eine ausgewogene Work-Life-Balance. Das ist auch ein Fazit der Miniserie über Grenzen im Lehrberuf. Unser Autor sprach mit Beratungsstellen von kantonalen Lehrpersonenverbänden.
