Lehrpersonen sollen gleichzeitig individualisiert und lehrplanorientiert unterrichten. Damit sie dies können, brauchen sie eine Auswahl an Lehrmitteln. Der LCH macht das in einem neuen Positionspapier deutlich. Die zentralen Anliegen sind darin als vier Forderungen formuliert:
1. Der LCH fordert für alle Stufen eine «geleitete Lehrmittelfreiheit».
Konkret bedeutet dies, dass Lehrpersonen ihre Lehrmittel aus einer geprüften Liste auswählen können. Wichtig ist dabei, dass durch diesen Evaluationsprozess die Durchlässigkeit zwischen den Anforderungsniveaus und der Übergang zwischen Schulstufen gewährleistet bleiben. Momentan kennen längst nicht alle Kantone ein solches Modell. Umgesetzt hat es der Kanton Basel-Landschaft (siehe Hauptartikel).
2. Berufsverbände sind in den Auswahlprozess eingebunden.
Das bedeutet, dass Vertretungen von Berufsverbänden in den kantonalen Lehrmittelkommissionen und in der interkantonalen Lehrmittelzentrale Einsitz nehmen. Zudem evaluiert eine unabhängige, interkantonale Instanz die Qualität der Lehrmittel und spricht Empfehlungen aus.
