Grundkompetenzen
«Moderate» Leistungen in der Mathematik
Eine gesamtschweizerische Überprüfung der Kompetenzen in Mathematik und in der Schulsprache zeigt, dass Unterschiede eher sozial als regional ausgeprägt sind.

Rund 20'000 Schulkinder wurden 2024 auf ihre Grundkenntnisse in Mathematik und der jeweiligen Schulsprache getestet. Am 21. Mai präsentierte die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren (EDK) die Resultate. Die Leistungen in der Mathematik und beim Lesen der Schulsprache stuft die EDK als «moderat» ein. Im Bereich Hören erreichen 87 Prozent der Lernenden die Bildungsziele. Gemäss EDK ein «recht hoher Leistungsgrad».
Soziale Herkunft beeinflusst Leistung
Entgegen dem weitverbreiteten Klischee gab es bei den Resultaten der Mädchen und der Knaben keine nennenswerten Unterschiede. Die soziale Herkunft hingegen hat gemäss EDK mehr Einfluss auf die Prüfungsresultate.
LCH fordert Investionen in Chancengleichheit
Der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) sieht ob der ÜGK-Resultate Handlungsbedarf zur Verbesserung der Bildungschancen aller Kinder. Damit Chancengleichheit gewährleistet werden könne, müsse man früh ansetzen, schreibt der Verband in seiner Mitteilung. Er fordert Bund und Kantone auf, in frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung zu investieren. Die Investitionen in den Frühbereich lohnten sich besonders, weil sie höhere Bildungsabschlüsse ermöglichten und dadurch weniger Belastung für Sozialwerke entstehe. Zudem fordert der Verband eine durchgehende Sprachförderung. Mehr Informationen: LCH.ch
Die Resultate zeigen ausserdem, dass es keine nennenswerte Unterschiede zwischen den Kantonen gibt. Damit erfüllen sie laut EDK den Auftrag, der mit der Harmonisierung der obligatorischen Schule 2009 in Kraft trat. Im Kern geht es darum, dass alle Schülerinnen und Schüler unabhängig vom Wohnort vergleichbare Bedingungen vorfinden.
Für die Überprüfung der Grundkompetenzen (ÜGK) nahmen Zweitklässlerinnen und Zweitklässer in rund 1150 Schulen an den Tests teil. Ausser Nidwalden und Zug machten alle Kantone mit. Bisher hat die EDK vier Erhebungen durchgeführt – zu verschiedenen Fächern und in verschiedenen Altersgruppen. Darum ist ein unmittelbarer Vergleich der Resultate nicht möglich. Die nächste Erhebungen kündigt die EDK für 2028 und 2031 an. Dabei werden die Leistungen am Ende des sechsten und des neunten Schuljahres gemessen.
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(pdi)
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