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«Der schriftliche Ausdruck wird zunehmend vernachlässigt»

Leserbrief zum Artikel «Mehr als eine Pflichtübung» («Wie Schreiben Kreativität weckt») , BILDUNG SCHWEIZ 1 | 2026.

Ich bin Übersetzerin und Mutter von drei Söhnen. Der Jüngste lernt gerade für die Aufnahmeprüfung für die Mittelschule. Der Artikel «Mehr als eine Pflichtübung» spricht mich nicht nur an, weil ich mit Entsetzen feststelle, dass bei meinem Jüngsten tatsächlich die Schreibfähigkeit und die Freude am Ausdruck fehlt. 

«Es gibt kein stolzeres Kind, als jenes, das gelernt hat, seinen Namen zu schreiben.»

Mein Sohn merkt gerade, wie wichtig das nun an der Aufnahmeprüfung ist. In den letzten acht Jahren musste er kaum oder gar keine Diktate und schon gar keine Aufsätze schreiben. Schreiben ist doch eine der ersten Fähigkeiten, die wir in der Schule lernen. Es gibt kein stolzeres Kind, als jenes, das gelernt hat, seinen Namen zu schreiben.

Leider wird der schriftliche Ausdruck in der Schule abseits der Grundfertigkeit jedoch zunehmend vernachlässigt. Dabei bereitet Schreiben doch so viel Freude! Erinnern wir uns nur an das Gefühl, wenn wir eine von Hand geschriebene Karte erhalten. Auch das Niederschreiben von Ideen und Gedanken tut gut. Viele weitere Beispiele zeigen, wie schön das Schreiben ist. Ich wünsche mir, dass solche Artikel wieder vermehrt Beachtung finden.

 

Die Redaktion freut sich über Zuschriften von Leserinnen und Lesern. Je kürzer und prägnanter diese sind, desto leichter können wir sie berücksichtigen. Die Redaktion behält sich eine Kürzung und Bearbeitung der Manuskripte ausdrücklich vor. 

Autor
Sandra Grunauer, Arbon (TG)

Datum

03.03.2026

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