Lehrpersonen haben ein sehr anspruchsvolles Berufsleben. Sie übernehmen Verantwortung für eine Klasse, es ist immer viel los, ruhige Momente sind selten. Nach der Pensionierung drohen manche darum, in ein Loch zu fallen. Obwohl zu diesem Thema nur wenige Anfragen bei den Beratungsstellen der Kantonalsektionen des LCH eintreffen, ist es ein Thema, das Beraterinnen und Berater ansprechen möchten. Denn es geht alle Lehrpersonen an. Einige würden ihr Leben derart der Lehrtätigkeit verschreiben, dass sie dabei vergessen würden, wer sie als Mensch seien und welche Bedürfnisse sie hätten.
PENSIONIERUNG
Wie weiter nach dem letzten Schultag?
Bis zum letzten Arbeitstag Vollgas zu geben und sich erst dann mit dem Ruhestand zu befassen, ist keine gute Idee.

Wie man sich gut auf den Ruhestand vorbereitet, ist allerdings keine genaue Wissenschaft. Ratsam ist, sich schon einige Jahre vor dem letzten Arbeitstag damit zu befassen.
Viele Lehrpersonen bleiben auch im Ruhestand engagiert
Neben stabilen Beziehungen zu Familie und Freunden ist es auch wichtig, dass man Hobbys oder eine Leidenschaft kultiviert. Dabei beobachten die Beratungsstellen: Lehrpersonen sind meist vielseitig interessierte Menschen, denen es oftmals leichtfällt, sich für etwas Neues zu begeistern oder eine bestehende Freizeitaktivität auszubauen. Viele planen Reisen, um noch mehr von der Welt zu sehen. Auch eine Mitgliedschaft in einem Verein oder einer wohltätigen Organisation kann mithelfen, das Leben auch im Ruhestand als interessant und sinnstiftend zu erleben.
Vielen Lehrpersonen ist gemein, dass sie etwas bewegen und sich sozial engagieren möchten. Die Beratenden unterstützen das und betonen: Etwas zu bewegen, sei auch im Ruhestand sehr gut möglich.
Autor
Alex Rudolf
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