Mary Anning wächst in bitterarmen Verhältnissen an der Südwestküste Englands auf. Ihre Familie sammelt Fossilien, die sie am Strand und zwischen den felsigen Klippen findet. Sie verkaufen sie an Touristinnen und Touristen, um sich über Wasser zu halten. Eines Tages, mit nur 12 Jahren, gelingt Anning ein unglaublicher Fund – das Skelett eines Fischsauriers.
Was ihr in einer anderen Zeit zum Durchbruch verholfen hätte, sollte ihr im 19. Jahrhundert jedoch nicht die Anerkennung bringen, die sie verdiente. So wie Mary Anning erging es vielen forschenden Frauen: In der Sammelbiografie «Geniale Frauen, geniale Forschung» überlässt die Autorin Frances Durkin ihnen die Bühne.
Leicht lesbar, gut erklärt
Zwanzig Kurzporträts rücken Frauen aus den verschiedensten Epochen ins Zentrum, die im Lauf ihres Lebens bedeutende Forschung betrieben haben: Von der Parfümherstellerin im alten Mesopotamien bis hin zur kenianischen Physikerin, die mit ihrer Arbeit das zeitgenössische Bauwesen revolutioniert. Mit kurzen Textblöcken zur Person, ihrer Motivation und ihrer Erfindung oder Entdeckung portioniert die Autorin den Informationsgehalt geschickt in leicht lesbare Häppchen.

