Die Grotten des Mont Vully im Kanton Fribourg werden auch Lamberta-Höhlen oder Grottes des Roches Grises genannt. Sie sind keine natürlichen Höhlen. Während des ersten Weltkriegs liess das Militär die rund 200 Meter langen Gänge, Mannschaftsräume und Schiessscharten von Hand in den weichen Sandstein graben.
Eine Schulreise nach Mont Vully kann am Bahnhof Murten (FR) beginnen. Hier kann man die alten und herzigen Häuser der Altstadt bewundern und zur Ringmauer hochsteigen, dort entlanggehen und den Blick auf die Stadt geniessen. Auf direktem Weg gelangt man vom Bahnhof in etwa 15 Minuten hinunter zum Hafen. Falls man noch aufs Schiff warten muss, wird einem nicht langweilig, denn die Anlegestelle liegt unmittelbar bei einem Spielplatz.
Idealer Ort zum Verweilen
Die Schifffahrt von Murten nach Praz dauert etwa 15 Minuten. Auch an der Anlegestelle befindet sich ein Spielplatz sowie Toiletten und eine Gartenbeiz. Der Weg hinauf zur Grotte verläuft durch die Rebberge mit einem schönen Blick auf den See. Dann geht es durch den Wald und nach einem kurzen steilen Abschnitt ist nach rund 30 Minuten das Zwischenziel erreicht. Die Grotten sind Teil des historischen Pfades am Mont Vully: Schautafeln informieren über die Überbleibsel aus dem Ersten Weltkrieg.
Damals, vor über hundert Jahren, hatte man vom Berg noch einen freien Blick auf den Murtensee und die dahinterliegenden Freiburger Voralpen. Zwischenzeitlich ist hier ein lichter Wald gewachsen, was an heissen Sommertagen sehr angenehm ist. Unterhalb des Felsens gibt es mehrere Picknicktische und Grillplätze. Ein idealer Ort zum Verweilen.
